Jeder hat eine Chance...

 

 

Jeder Kurs, der von Mädchen (Frauen) genutzt wird, ist besser als sich
gar keine Gedanken zu machen und überhaupt nicht vorbereitet zu sein!

Zur Zeit werden keine SV-Kurse angeboten

 

Unterschiede zur “normalen” Selbstverteidigung...

 

  1. In der Frauen-SV muß stets davon ausgegangen werden, dass eine körperlich erheblich schwächere Person von einem ihr Kräfte mäßig stark überlegenen Gegner angegriffen wird.
     
  2. Das Wissen um körperliche Überlegenheit des Angreifers bzw. die von ihm zu erwartende “Aggression”, führt häufig zu einem völligen Verzicht auf Gegenwehr.
     
  3. Der Täter wird sich in der überwiegenden Zahl der Fälle nicht auf ein “Kräftemessen” mit dem Opfer einlassen. Er wählt vielmehr bereits im Vorfeld ein vermeintlich “schwaches, wehrloses Opfer” aus.
     
  4. Viele Frauen haben den Kampf, sich gegen das jahrzehntelang geübte gesellschaftliche Rollerverhalten aufzulehnen, noch gar nicht begonnen. Sie sehen und erleben sich von vorne herein als Opfer.
     
  5. Im Laufe einer “normalen” Erziehung lernen es Frauen in den seltensten Fällen (ältere Brüder), sich verbal und körperlich zur Wehr zu setzen.
     
  6. Aus eben diesem Grund besitzen Frauen weniger “Nehmerqualitäten” als Männer. Täter schüchtern ihre Opfer deshalb oft dirch Auftreten und Schlagserien ein. Frauen wechseln in ihrem Verhalten in die Opferrolle und ermutigen unbewußt das Gegenüber.
     
  7. Ein Phänomen der weiblichen Konfliktbewältigung stellt die gedankliche Ausklammerung von Gefahrensituationen (gegenwärtiger Angriff) dar. “Einfach so tun, als ob man nicht gemeint wäre”, heißt für sie die Devise. In der Folge fühlt sich der Aggressor ermutigt oder herausgefordert.
     
  8. Und nicht zuletzt der fehlende Wille zur Verteidigung macht die Frau zu einer leichten Beute. Viele fühlen sich außerstande, einen anderen Menschen (Mann) vorsätzlich Schmerzen zuzufügen oder ihn womöglich gar ernsthaft verletzen zu müssen. Selbst dann nicht, wenn ihre eigene physische und psychische Unversehrtheit auf dem Spiel steht.
     
  9. Einen weiteren großen Unterschied zur “normalen” SV stellt die Tätergruppe dar. Nahezu 70 % der Sexualdelikte ereignen sich im persönlichen Nahfeld des Opfers: Opfer und Täter kennen sich. Oft steht das Opfer sogar in einer gewissen Abhängigkeitsverhältnis zum Täter. Gerade hier ist Aufklärung die beste Prophylaxe.

 

Programmablauf SV für Mädchen und Frauen...

 

Einführung:
Was wäre, wenn...? Was mache ich, wenn...?
Gedankenspiele - Fallbeispiele - Rollespiele

 

  1. Die persönliche Distanzschwelle.
     
  2. Rechtzeitig Grenzen setzen.
    Leichte Angriffsformen am Beispiel des Handgelenkerfassens.
     
  3. Aufzeigen von effektiven und uneffektiven Verhaltensweisen.
    Zielgerichtete Abwehr gegen Schock- und Vitalpunkte.
     
  4. Körpergefühle und Kraft neu entdecken. Hinführen zu effektiven, leicht erlernbaren Karatetechniken, ausfgeführt mit den oberen Extremitäten.
    (Hilfe zur Streßbewältigumg und -abbau)
     
  5. Prävention - einmal anders. Hinführen zu effektiven, leicht erlernbaren Karatetechniken ausgeführt mit den unteren Extremitäten.
     
  6. Die Stimme als elementares Hilfsmittel. Erlernen einfacher Falltechniken. Abwehr von Angriffen im Stand.
     
  7. Abwehr von Angriffen in der Bodenlage.
    Man gibt zuerst im Kopf auf - Selbstbewußtsein stärken.
     
  8. Lernen mit der eigenen Angst umzugehen. Erarbeiten und Durchspielen realistischer Angriffe.
     
  9. Konkrete Auseinandersetzung mit dem Thema: Vergewaltigung, Verteidigung in engen Räumlichkeiten.
     
  10. Realitätsbezogene Selbstverteidigung in Streßsituationen.
     
  11. Sinnvoller Gebrauch von alltäglichen Hilfsmittel und Waffen; individuelle Verteidigung gegen unbekannte Angriffe.
     
  12. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz bzw. Schule. Intensives Wiederholen der erlernten Verteidigungstechniken.
     
  13. Rechtliche Aspekte zur Selbstverteidigung: Notwehr - Nothilfe

 

Der tatsächliche Kursverlauf wird stets an die vorhandenen Räumlichkeiten, die zur Verfügung stehenden Arbeitsmittel, die Zusammensetzung der Frauengruppe (Teilenehmergruppe) und nicht zuletzt an die Altersstruktur der Teilnehmer gebunden sein.

 

Buchen können uns: Schulen - Vereine - Privatpersonen

 

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